Morgen ist, was wir daraus machen

„Wer meckern will, muss machen.“ Dieser Satz begleitet mich schon lange. Viele Sonntage habe ich Wahlergebnisse verfolgt – oft mit Sorge, manchmal mit echter Beunruhigung, wenn extreme Positionen an Zuspruch gewinnen. Irgendwann wurde mir klar: Ärger allein verändert nichts. Verantwortung schon. Demokratie lebt nicht vom Zuschauen, sondern vom Mitgestalten. Deshalb habe ich entschieden, mich einzubringen.
Heute engagiere ich mich als Fraktionsmitglied der SPD Bargteheide im Ausschuss für Bildung, Jugend und Sport. Denn hier vor Ort entscheidet sich, wie gerecht unsere Gesellschaft morgen ist. Mir liegen verlässliche und vielfältige Kindertagesstätten am Herzen sowie Schulen, die digital gut ausgestattet sind und sich Themen wie Medienkompetenz selbstverständlich annehmen.
Wo Herkunft über Zukunft entscheidet, fehlt Gerechtigkeit. Unser Anspruch ist klar: Gleiche Chancen für alle Kinder. Chancengerechtigkeit ist für mich kein Schlagwort, sondern ein zentrales Versprechen sozialdemokratischer Politik.
Kinder und Jugendliche brauchen Räume, in denen sie lernen, sich ausprobieren und mitbestimmen können. Deshalb lege ich sehr viel Wert auf eine starke Kinder- und Jugendarbeit mit echten Beteiligungsmöglichkeiten. Beteiligung bedeutet, ernst genommen zu werden, Verantwortung übernehmen zu dürfen und zu erleben, dass die eigene Stimme zählt. Wer früh erfährt, dass Engagement etwas bewirkt, gewinnt Vertrauen in unsere Demokratie und in die eigene Gestaltungskraft.
In unserer SPD-Fraktion erlebe ich, wie unterschiedliche Perspektiven zu tragfähigen Lösungen führen. Politik funktioniert dann gut, wenn sie zuhört, abwägt und mit klarem Wertekompass entscheidet. Für mich heißt das: Chancengerechtigkeit stärken, sozialen Zusammenhalt sichern und das Gemeinsame vor das Trennende stellen. Solidarität und Respekt sind die Grundlage unseres Handelns.
Gerade in Zeiten, in denen extreme Positionen lauter werden und das „Ich“ oft über dem „Wir“ zu stehen scheint, braucht es klare Haltung. Demokratie heißt, unterschiedliche Meinungen auszuhalten aber ebenso entschieden einzutreten für Menschenwürde, Fairness und Zusammenhalt. Und sie verlangt, dort klar Grenzen zu ziehen, wo diese Werte missachtet werden.
Deshalb meine Einladung an Sie: Bringen Sie sich ein. Diskutieren Sie mit. Engagieren Sie sich vor Ort.
Denn der Morgen ist nicht geschrieben.
Er kann bunt, frei und solidarisch sein.
Lassen Sie uns ihn gemeinsam gestalten.
Alexander Passow
Bürgerliches Mitglied der SPD Fraktion
Foto: Timon Kronenberg